Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Staatsverschuldung
Athen bittet offiziell um Hilfe
Griechenland greift auf Notfallplan zurück (Foto: Manfred Walker/pixelio)
Griechenlands Regierungschef Giorgis Papandreou bat die Euro-Partnerländer und den Internationalen Währungsfonds (IWF) nun offiziell um Hilfe: "Es ist zwingend, dass wir um die Aktivierung des Rettungsmechanismus bitten", sagte der Sozialist heute. Noch einen Tag zuvor wurde bekräftigt, keinen Antrag auf Unterstützung zu stellen. Die Euro-Staaten sowie der IWF stellten Athen Beistandskredite von rund 45 Mrd. Euro in Aussicht. Davon müsste Deutschland mehr als 8 Mrd. Euro beisteuern. Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Bedarf größer ist.
"Es steht alles bereit, um die Stabilität des Euro-Raums zu bewahren und Griechenland zu helfen", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn. Renommierte Ökonomen gehen jedoch davon aus, dass die Stabilität des Euro-Raums gerade durch die Hilfen gefährdet wird. Schon bald könnten deutsche Steuerzahler auch für die Schulden von Portugal, Italien und Spanien in die Pflicht genommen werden.
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