Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Bundesbank-Chef Axel Weber will noch größeren Euro-Schirm
Der Euro-Rettungsschirm, der zurzeit 750 Milliarden Euro umfasst, wird voraussichtlich nicht reichen, um die gegenwärtige Eurokrise zu bewältigen. Insbesondere wenn nach Griechenland und Irland auch die gefährdeten Staaten Portugal und Spanien umfallen sollten, wird es eng. Bundesbank-Chef Axel Weber will dem begegnen, in dem er noch mehr Geld zur Verfügung stellt. Wenn der 750 Milliarden Euro schwere Hilfstopf aufgebraucht sei, könne man ihn durchaus noch auffüllen, so Weber. Derweil hat Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler die kursierenden Zahlen über die Risiken deutscher Banken in Irland deutlich relativiert. "Wenn wir das tatsächliche Irland-Risiko berücksichtigen, liegen wir bei etwa 25 Milliarden Euro", so Zeitler bei der Vorstellung des "Finanzstabilitätsberichts 2010". Zeitweise waren Zahlen von bis zu 140 Milliarden Euro genannt worden.
Die große Diskrepanz erkläre sich aus vielen Engagements in Finanzierungs- und Zweckgesellschaften, die aus rechtlichen Gründen in Irland angesiedelt seien. Insgesamt gehe er davon aus, "dass der europäische Rettungsschirm die Erwartungen voll erfüllen kann". Auch der Chef des Euro-Rettungsfonds, Klaus Regling, betonte in der "Bild", der Euro-Rettungsschirm sei groß genug. Eine Bedrohung Italiens oder gar Frankreichs sehe er nicht. Ein Scheitern des Euro nannte er zudem "unvorstellbar". Die Gefahr dafür liege bei Null.

