Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Bundesbank verteidigt Preisstabilität
Die Präsidenten der Deutscher Bundesbank und der Schweizerischer Nationalbank (SNB) kritisierten die vom Chefökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dargelegte Idee eines höheren Inflationsziels heftig. Die Währungshüter Axel Weber und Philipp Hildebrand schreiben, dass es im derzeitgen Umfeld hoher fiskalischer Defizite und steigender Staatsschulden von großer Wichtigkeit sei, dass sich die Zentralbanken glaubwürdig auf die Bewahrung von Preisstabilität verpflichteten.
"Preisstabilität ist ein wichtiges öffentliches Gut; wichtig nicht nur für langfristiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand, sondern auch für soziale Stabilität", schreiben die beiden Währungshüter in einem Artikel des "Wall Street Journal". "Die wesentliche Annahme des Argumentes für höhere Inflation ist schlicht und einfach falsch. Die Finanzkrise hat deutlich vor Augen geführt, dass der Handlungsspielraum der Geldpolitik nicht ausgeschöpft ist, wenn die kurzfristigen Zinsen nahe bei null sind." Auslöser war der Vorschlag von IWF-Chef Olivier Blanchard, dass sich Notenbanken höhere Inflationsziele setzen sollten, um eine Wiederholung der schweren Rezession zu vermeiden.

