Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Finanzmärkte
EU will für Transparenz sorgen
Exzessive Spekulationen sollen begrenzt werden (Foto: Margot Kessler/pixelio.de)
Die EU-Kommission will für eine stärkere Kontrolle von spekulativen Finanzprodukten sorgen. Das kündigte Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier zwei Jahre nach dem Zusamenbruch von Lehman Brothers an. Außerbörslich gehandelte Derivate sollen zwar nicht untersagt, jedoch registriert und über zentrale Stellen abgewickelt und zudem abgesichert werden. Ungedeckte Leerverkäufe sollen für bis zu drei Monate verboten werden können. Zudem müssen die Geschäfte gemeldet werden. So wolle man "die Risiken exzessiver Spekulation begrenzen", so Barnier.
Der unkontrollierte Derivate-Handel erreicht ein Volumen von sagenhaften 600 Billionen Dollar gilt als Mitauslöser für die Finanzkrise. Barnier betonte bei der Vorstellung seiner Gesetzesvorschläge, kein Finanzmarkt dürfe "ein Wildwest-Gebilde bleiben".
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