Staatsfinanzen

Euro-Finanzminister wollen Griechen-Hilfe besiegeln


Erhält Griechenland Hilfen von den Euro-Partnern? (Foto: Kurt F. Domnik/pixelio.de)

Die Finanzminister der Eurozone wollen heute in einer kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz den milliardenschweren Notfallplan für das dramatisch verschuldete Griechenland besiegeln. Noch hat Griechenland nicht offiziell um Hilfe bei der EU gebeten - doch laut "Spiegel" ist dies nur eine Frage der Zeit. Die Konferenz, an der die Finanzminster sowie Vertreter der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission teilnehmen werden, soll heute um 14 Uhr beginnen.

Ein Ergebnis soll erreicht werden, noch bevor die Finanzmärkte am Montag wieder öffnen. Die Ratingagentur Fitch hatte Griechenland und die EU zuvor aufgefordert, den Notfallplan für das hochverschuldete Land nun anlaufen zu lassen. "Es ist an der Zeit, dass die Euro-Zone und die griechische Regierung das wahre Ausmaß ihrer Probleme anerkennen", sagte ein Experte von Fitch dem "Handelsblatt". Bislang sei unklar, was die EU genau wolle. Das Misstrauen der Märkte lasse keine Verzögerung mehr zu. Die Ratingagentur Standard & Poors warnte, Giechenland könne weiter heruntergestuft werden. Derweil wurden die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen immer höher. Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist jedoch eine Pleite Griechenlands kein Thema. Die Zentralbank versprach, auch über dieses Jahr hinaus schlechter eingestufte Staatsanleihen als Sicherheit für Bankkredite akzeptieren EZB-Chef Trichet forderte den Mittelmeerstaat jedoch eindringlich auf, sein Sparprogramm durchzuziehen.