Staatsverschuldung

Euroländer einigen sich auf Hilfsplan für Griechenland


Athen soll im Notfall Hilfe-Mix erhalten (Foto: Manfred Walker/pixelio)

Die 16 Staaten der Euro-Zone haben sich auf einen Hilfsplan für das hochverschuldete Griechenland geeinigt. Grundlage des Plans ist ein Kompromiss, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy zuvor ausgehandelt hatten. Dabei konnte sich Merkel zwar mit ihren Forderungen nach einer starken Rolle des IWF durchsetzen, der Großteil der Hilfe wird allerdings aus der EU kommen und im Notfall wird auch Deutschland Griechenland Kredit geben. Vorgesehen ist ein Mix aus bilateralen Hilfzahlungen und Krediten vom Internationalen Währungsfonds (IWF) vor. Der Löwenanteil möglicher Hilfen soll aber von den Europäern kommen und zwar gestaffelt nach ihren Kapitalanteilen an der Europäischen Zentralbank. Ein Eingreifen mit Krediten solle aber nur die letzte Möglichkeit zur Lösung der Griechenland-Krise sein.

Etwa, wenn das Land auf den internationalen Finanzmärkten keine Kredite mehr erhalten sollte. Die Bundesrepublik müsste in solch einem Fall etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Hilfszahlungen schultern. Frankreich setzte zudem eine stärkere Rolle des Europäischen Rates, also der Staats- und Regierungschefs, bei der Überwachung der Wirtschaft durch.