Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Finanzkrise
EZB bleibt bei expansiver Geldpolitik
Billiges Geld: Leitzins bleibt niedrig (Foto: Günther Strauß/pixelio)
Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins auf dem historisch niedrigen Wert von 1 Prozent. Zugleich zeigte sich EZB-Chef Jean-Claude Trichet zuversichtlich. Der Tiefpunkt der Rezession sei trotz einiger Unsicherheiten wohl erreicht. Für das kommende Jahr erwarte die EZB eine Erholung. Trichet kündigte weitere Aktionen zur Bekämpfung der Rezession an. So werde die EZB bis Mitte 2010 für 60 Milliarden Euro besicherte Anleihen aufkaufen, um den Banken die Refinanzierung zu erleichtern und eine Kreditklemme abzuwenden.
Die Bank von England hatte sich zuvor deutlich pessimistischer geäußert und eine Verdreifachung ihres Aufkaufprogrammes von Staatsanleihen angekündigt. Von der EZB erwarten führende Ökonomen, dass sie den Leitzins über einen langen Zeitraum auf niedrigem Niveau belässt. Inflationsgefahren sehen die Volkswirte kaum.
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