Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Fed öffnet die Dollar-Schleusen
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird bis Juli nächsten Jahres 900 Milliarden Dollar in den Markt pumpen. Wie von Anlegern bereits befürchtet, erklärte Fed-Chef Ben Bernanke, dass die amerikanische Notenbank die bisherigen Programme zum Aufkauf von US-Staatsanleihen verlängern wird. Zu diesem Volumen von 250 bis 300 Milliarden Dollar wird ein neuerliches Programm aufgelegt. Die Fed wird demnach bis Juli 2011 n zuzüglich für 600 Milliarden US-Dollar amerikanische Staatsanleihen kaufen.
Bernanke erhofft sich von diesen Maßnahmen eine deutliche Verbilligung des Dollar und damit der Kredite in den USA. Zusätzlich soll damit ein Aufschwung an den Börsen geriert werden. Die Rechnung der Fed laute also, durch billiges Geld den Aufschwung erzwingen. Dabei hatte auf dem G20-Gipfel der US-Finanzminister noch die Währungspolitik Chinas gescholten, die den Yuan künstlich hoch halte. Zudem versichert er noch, die USA würden nicht künstlich ihre Währung verbilligen. Angesichts der OECD-Forderung an die Notenbanken, von der Politik des billigen Geles abzulassen, wirkt der Schritt der Fed allerding wie ein schlag ins Gesicht der internationalen Finanzgemeinschaft.

