Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Finanzen
Mobilmachung gegen den Euro
Europas Währung unter Druck (Foto: Günther Strauß/pixelio)
Motiviert von der griechischen Schuldenkrise spekulieren große Hedgefonds derzeit gegen den Euro. Bei einem privaten Dinner hätten Managern großer Hedgefonds erklärt, die europäische Einheitswährung werde wahrscheinlich auf Augenhöhe zum Dollar fallen. Der Euro verlor mehr als zehn Prozent, nachdem sich die Schuldenkrise in Griechenland verschlimmerte. George Soros, Leiter des Soros Fund Management LLC warnte, dass die Gemeinschaftswährung auseinanderfalle, wenn die EU die von Griechenland ausgehende Finanzkrise nicht in den Griff bekäme.
Ähnliches ging 1992 vor, als Soros stark gegen den Pfund Sterling spekulierte. Soros tauschte das Pfund gegen andere Währungen, damit gelang es ihm, die britische Währung aus den Angeln zu heben. Sein Gewinn: rund eine Milliarde Dollar. Sinkt der Wert des Euro, werden ausländische Produkte für Europäer teurer. Für Ausländer jedoch werden europäische Waren billiger, was gemeinhin den Export ankurbelt.
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