Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
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Soros: Deutschland gefährdet die EU
Grundlage für Währungsunion fehlerhaft? (Foto: M. Goßmann/pixelio.de)
Nach Ansicht des US-Investors George Soros verschlimmere Deutschland die Euro-Krise verschlimmere. In einem Gastbeitrag der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" sagte Soros, daß Deutschland als stärkstes und kreditwürdigstes Land der übrigen Eurozone unbewusst seine deflationäre Politik aufzwinge. Als "Gedankenexperiment" schlug Soros den Rückzug der Deutschen aus dem Euroverbund an. Sollte die Eurozone in eine Phase anhaltender Stagnation steuern und durch den Aufstieg eines fremdenfeindlichen, nationalistischen Extremismus gelähmt oder gar zerstört werden, dann trage Deutschland "einen großen Teil der Verantwortung" dafür. Auch am Maastrichter Vertrag übte der US-Grossinvestor Kritik, welcher die Grundlage für die Europäische Währungsunion bildet. Dieser sei "von Anfang an fehlerhaft" gewesen, sagte Soros.
Beispielsweise fehlten darin Regeln, die eine Deflation verhindern könnten. Dennoch tue Deutschland so, "als sei der Vertrag von Maastricht eine heilige Schrift". Die Folgen sind aus der Sicht Soros fatal: "Leider kann man einen Kollaps des Euro und des europäischen Projekts nicht ausschliessen."
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