Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Staatsdefizit in der EU verdreifacht
Seit 2008 hat sich das Staatsdefizit innerhalb der Europäischen Union verdreifacht. Jetzt gehen Finanzexperten davon aus, dass die Menschen von Stockholm bis Sizilien die Ausläufer des griechischen Bebens zu spüren bekommen werden. Unter anderem sind spätere Renten, höhere Abgaben und Lohnkürzungen im Gespräch. Dabei wussten alle betroffenen Regierungen schon lange, dass ihre Finanzen nicht stimmen.
Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, hatten einige sich bereits im Herbst 2008 gezwungenermaßen zum Sparen durchgerungen, um Geld aus dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten zu können. Dazu gehören beispielsweise Ungarn und Lettland. Andere erkennen erst langsam den Ernst der Lage. Spanien etwa hat am vergangenen Donnerstag mit nur einer einzigen Stimme Mehrheit ein 15-Milliarden-Sparpaket beschlossen.

