Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Wolfgang Schäuble will eine Euro-Fiskalunion

Eine große Bandbreite der Deutbarkeit
Daher ist die Bandbreite der Interpretierbarkeit von Äußerungen wie dieser von Schäuble groß. Sie reicht von einer nur fiskalpolitischen Abstimmung bis hin zu einer Zentralisierung der gesamten Fiskalpolitik und der bisher einzelstaatlichen Einnahmen und Ausgaben, im Extrem also das Abtreten einzelstaatlicher Hoheitsrechte, Steuern zu erheben und über ihre Verwendung zu verfügen, wie es beispielsweise in Deutschland zwischen Bund, Ländern und Gemeinden geregelt ist und zusätzlich noch mit einem gesetzlich verfügten Finanzausgleich untereinander geschieht.
Vor neuen Regeln für die Euro-Mitgliedstaaten
Auch jetzt beim neuen großen EU-Krisentreffen am 22. und 23. Oktober - erst der Euro-Finanzminister, dann aller EU-Finanzminister, danach des Allgemeinen Rates der Außen- und Europaminister und schließlich der EU-Staats- und Regierungschefs – wird es um neue Regeln gehen, die Schäuble unter dem Begriff Fiskalunion wohl schon subsumiert, vor allem solche für eine bessere Aufsicht über die Haushaltspolitik der Euro-Mitgliedstaaten durch die EU-Kommission. Das wäre ein Eingriff in die Autonomie dieser Staaten und würde verlangen, die einschlägigen Europäischen Verträge abermals zu ändern... weiterlesen auf FreieWelt.net
(Bild: Gerd Altmann/photoshopgraphics.com/pixelio.de)

