Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Adam Smiths Vorschläge zur Steuerreform

Bereits vor über 200 Jahren hatte Adam Smith einige Vorschläge zur Reform des Steuersystems, die auch heute - zumindest teilweise - von erstaunlicher Aktualität zu sein scheinen. Interessant sind zum Beispiel die vier Wege, auf denen aus Smiths Sicht eine Abgabe oder Steuer den Bürgern mehr wegnehmen oder nicht zukommen lassen kann, als dem Staat letztlich zufließt:
- 1. Erstens kann ihre Erhebung sehr viele Beamte erfordern, deren Gehälter bereits den größeren Teil des Steueraufkommens aufzehren und deren Nebeneinkünfte den Bürger noch zusätzlich mit einer Steuer belasten können.
2. Zweitens kann eine Abgabe den Erwerbsfleiß der Bevölkerung beeinträchtigen und sie davon abhalten, in bestimmten Geschäftszweigen tätig zu werden, die sehr vielen Menschen Unterhalt und Beschäftigung bieten könnten
3. Drittens kann sie des öfteren jene Unglücklichen ruinieren, die erfolglos versuchen, der Steuer auszuweichen, und dadurch Beschlagnahmung und andere Strafen erleiden. Auf diese Weise verliert das Land den Gewinn, den es sonst aus dem Einsatz ihres Kapitals gezogen haben könnte. Eine Steuer, die auf Unverständnis stößt, ist eine große Versuchung zur Hinterziehung. Je größer diese nun ist, desto schärfer müssen auch die Strafen sein. Im Gegensatz zu den Grundsätzen der Gerechtigkeit, wie sie allenthalben üblich sind, veranlaßt das Gesetz erst die Versuchung, um dann die zu bestrafen, die ihr erliegen.
4. Viertens mag eine Steuer den Bürger viel überflüssiger Beunruhigung, Verdruß und Bedrängnis aussetzen, indem sie ihn den häufigen Besuchen und der verhaßten Überprüfung durch den Steuereinnehmer unterwirft
Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, gelangte Adam Smith in seinem Hauptwerk "Wohlstand der Nationen", erschienen im Jahre 1776, zu der Erkenntnis:
"Auf dem einen oder anderen dieser vier verschiedenen Wege belasten Steuern nicht selten in höherem Maße, als sie dem Staat Nutzen bringen."

